von agrathaer

Foros: Pippel /Förderverein Grundschule Müncheberg e.V.

Aktionsprojekt Nachhaltigkeit

Ein verwilderter Garten auf dem Gelände der Grundschule Müncheberg sollte wieder zu einem lebendigen Lern- und Begegnungsort werden. Mit dem „Aktionsprojekt Nachhaltigkeit“ wurde die Wiederanlage des Schulgartens angestoßen und gemeinsam mit Kindern, Eltern, Lehrkräften sowie außerschulischen Akteurinnen und Akteuren umgesetzt.

Ausgangspunkt war der Wunsch, den bereits vor vielen Jahren aufgegebenen Schulgarten wiederzubeleben. Die Pflege und insbesondere die regelmäßige Bewässerung und Instandhaltung waren für die Lehrkräfte allein nicht zu leisten gewesen. Eine ehrenamtlich engagierte Bürgerin, die sich zur Gartentherapeutin ausbilden ließ, übernahm deshalb eine zentrale Rolle bei der Wiederbelebung. Sie bot eine außerschulische Umwelt-AG an und plante die neuen Hochbeete.

Lernen mit und in der Natur

Bei der Gestaltung des Gartens stand das Konzept des Raumes als drittem Pädagogen im Mittelpunkt. Der Garten wurde dabei als Lernumgebung verstanden, die durch ihre konkrete Gestaltung selbst Anreize zum Beobachten, Entdecken und Lernen bot. Die Kinder konnten Pflanzen, Wachstum und natürliche Zusammenhänge unmittelbar erleben und mussten sich nicht ausschließlich über abstrakte Darstellungen mit den Themen auseinandersetzen.

Bis Ende 2024 wurden vier Hochbeete gebaut und im Rahmen der Umwelt-AG gemeinsam mit den Kindern im Wechsel der Jahreszeiten bewirtschaftet. Dabei konnten die Schülerinnen und Schüler praktische Erfahrungen sammeln, Verantwortung übernehmen und die Entwicklung des Gartens über längere Zeit beobachten. Auch Bewegung und aktives Arbeiten im Garten wurden als wichtiger Bestandteil des Lernens und der kindlichen Entwicklung einbezogen.

Gemeinsam für einen nachhaltigen Schulgarten

Ein wichtiges Ziel des Projekts war es, verschiedene Akteurinnen und Akteure rund um die Schule und aus ganz Müncheberg miteinander zu vernetzen. Neben Eltern, Lehrkräften und außerschulischen Kräften sollten unter anderem der Hort und das Altersheim Müncheberg in die Pflege des Hochbeet-Gartens einbezogen werden.

Unterstützung kam außerdem von engagierten Münchebergerinnen und Münchebergern, Mitgliedern der Initiative Stadtgrün, dem Imkerverein, einer Mitarbeiterin des ortsansässigen Wissenschaftscampus, einem Mitarbeiter der Obstbauversuchsstation in Waldsieversdorf sowie einer auf Wildblumenwiesen spezialisierten Bürgerin. Durch diese Vernetzung wurden unterschiedliche Kenntnisse und Erfahrungen zusammengebracht.

Ein Garten für die Zukunft

Der Schulgarten wurde damit nicht nur als Ort für Umweltbildung verstanden, sondern auch als Möglichkeit, Gemeinschaft zu stärken und Lernen mit außerschulischen Akteurinnen und Akteuren zu verbinden. Gleichzeitig sollte die Verantwortung für Pflege und Erhalt auf mehrere Schultern verteilt werden.

So entstand ein langfristig nutzbarer und nachhaltiger Begegnungsort, an dem Kinder Natur unmittelbar erfahren, gemeinsam aktiv werden und sich mit einer klimaresilienten, biodiversen und nachhaltigen Gestaltung auseinandersetzen konnten.